Haarausfall

Der Befund von Haarausfall ist meist eindeutig - die Ursachen bei Haarausfall dagegen sind durchaus verschieden. Die Gründe sind sehr vielschichtig und sehr unterschiedlich gelagert. Hauptursache für den Haarausfall ist meist dennoch die familiäre Veranlagung: d.h. es liegt ein erblich bedingter Grund für den Haarausfall vor.

Allerdings können aber auch eine Krankheit oder eine Infektion oder zum Beispiel auch eine Störung der Funktion der Schilddrüse zu Haarausfall führen. Daher ist eine professionelle Diagnose von entscheidender Bedeutung. Kompetente Auskunft über die Art des jeweiligen Haarausfalls sowie die möglichen Behandlungsmethoden des Haarausfalls geben Hautärzte sowie z.B. ein spezialisiertes Haarinstitut bzw. eine spezialisierte Haarpraxis.

Natürlicher Haarausfall

Jeder Mensch verliert pro Tag zwischen 70 und 100 Haare. Dies ist der natürlich Haarausfall, welcher ganz normal ist, da die Haare ständig neu gebildet werden, d.h. das Haar einfach ganz natürlich nachwächst. Auch die Grenze zwischen natürlichem Haarausfall und nicht- nachwachsendem, also haarverminderndem Haarausfall verläuft fließend. Bei einer normalen Behaarung sollte man sich bei einem täglichen Haarverlust von bis zu 100 Haaren keine Gedanken machen. Es sei denn, diese konzentrieren sich auf eine bestimmte Stelle. Dann könnte dies ein Anzeichen einer einsetzenden Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) sein und sollte schnellstens ärztlich untersucht werden.

Arten des Haarausfall

Tatsächlich gibt es ca. 10 unterschiedliche Arten von Haarausfall: Alopecia actinica, Alopecia mechanis, Alopecia seborrhoica, Alopecia muciosa, Alopecia parvimaculata, Alopecia senilis, Alopecia specifia, Alopecia congenita, telogenes Effluvium, Alopecia areata und Alopecia androgenetica. Die zwei am meisten auftretenden Arten des Haarausfalls jedoch sind der genetisch bedingte Haarausfall (Alopecia androgenetica) sowie der diffuse Haarausfall.

Genetisch bedingter Haarausfall (Alopecia androgenetica)

Die Ursache für den am häufigsten auftretenden Haarausfall, den erblich bedingten Haarausfall (Alopecia androgenetica) ist das Steroidhormon Dihydrotestosteron (DHT).

Beim erblich bedingten Haarausfall ist in der Kopfhaut zuviel DHT vorhanden. Die vererbte Überempfindlichkeit gegen DHT führt dazu, dass die Wachstumsphase der Haare im Laufe der Zeit immer mehr verkürzt wird. Der glatzköpfige Mann hat daher nicht weniger Haarfollikel als ein Mann mit vollem Haar (ohne Haarausfall), lediglich die Wachstumsphase der Haare ist derart stark verkürzt, daß es kaum noch sichtbar aus der Wurzel hervorkommt. Diese Haarfollikel verkümmern dann mehr und mehr.

Das Kopfhaar am Hinterkopf- und im Nackenbereich dagegen ist unempfindlich gegenüber dem DHT. Daher fällt das Haar in dieser Region auch nicht aus und eignet sich als Spenderhaar für eine Haartransplantation. Daher kann dieses auch transplantiert werden und fällt auch nach der Haarverpflanzung zum Beispiel auf den Oberkopf nicht mehr aus.

Diffuser Haarausfall (telogenes Effluvium)

Der diffuse Haarausfall, oder auch diffuse Alopezie, oder auch telogenes Effluvium genannt, beschreibt, wenn die Haare am gesamten Kopf abfallen, nicht nur an bestimmten Stellen oder bestimmten Regionen. Diese Art des Haarausfalls tritt tendenziell eher bei Frauen als bei Männern auf. Die typischen Ursachen des diffusen Haarausfall können unter anderen sein: Hormonschwankungen, Störungen der Schilddrüsen, extremer Eisenmangel, Stress oder zum Beispiel auch Infektionen.

Beim diffusen Haarausfall sollte auf jeden Fall ein Dermatologe sowie ein Allgemeinmediziner aufgesucht werden.